Zentraler Arbeitskreis Frieden der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.  
Lesenswertes
Friedensforum epf.
Dieser Beitrag als PDF Download
Der Weltfriedensrat und der Portugiesische Rat für Frieden und Zusammenarbeit (CPPC)

Appell gegen den NATO-Gipfel in Portugal 2010

Der Weltfriedensrat und der Portugiesische Rat für Frieden und Zusammenarbeit (CPPC)
grüßen die friedliebenden Völker der Welt und die Friedensbewegungen, die beharrlich gegen
imperialistische Kriege, illegale Besatzungen und soziale Ungerechtigkeit kämpfen und rufen
sie auf, die gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen den Imperialismus und seine Mechanismen, insbesondere gegen die NATO, die größte Kriegsmaschine der Welt, fortzusetzen
und zu verstärken.

Der Weltfriedensrat verurteilt vor den Völkern der Welt die Verbrechen gegen die Menschheit,
welche die NATO unter dem Vorwand des „Schutzes von Menschenrechten“ oder des
Kampfes gegen den „Terrorismus“, entsprechend ihrer eigenen Interpretation, begangen hat
und weiter begeht.

Die NATO war seit ihrer Gründung ein aggressiver Pakt. Mit ihrer neuen Militärdoktrin von
1991 wurde sie zum Weltsheriff der imperialistischen Interessen. Sehr oft stand sie im Bündnis
mit blutigen Herrschaftssystemen, Diktaturen, reaktionären Kräften und Militärjuntas.
Aktiv beteiligte sie sich an der Zerstückelung Jugoslawiens, am barbarischen
78 Tage dauerndem Bombardement Serbiens, am Sturz von Regierungen mit Hilfe von
„orangenen Revolutionen“ an der Besetzung Afghanistans. Die NATO verfolgt weiter ihre
Pläne zur Schaffung eines „ Gro0en Mittleren Ostens“, der Ausdehnung ihres Aktionsradius
durch die „Partnerschaft für den Frieden“ und „ Spezielle Zusammenarbeit“ in Asien und Lateinamerika, dem Nahen Osten, in Nordafrika und auch durch die „Europäische Armee“.

Ungeachtet der führenden Rolle der US-Administration tragen die Regierungen aller Mitgliedsstaaten ihre Verantwortung in der NATO. Welche auch immer gearteten unterschiedlichen
Herangehensweisen zu einigen Problemen Rivalitäten und Einzelinteressen widerspiegeln,
so führen sie doch letztlich stets zu einer gemeinsamen Konfrontation mit den Interessen
der Völker.

Wir verurteilen die Politik der Europäischen Union, die mit der der NATO übereinstimmt und
mit dem Lissabonner Vertrag auf politischen und militärischen Gebiet bekräftigt wurde.
Die Militärausgaben der EU für Auslandsmissionen stiegen zwischen 2002 und 2009 von
30 Millionen auf 300 Millionen Euro.

Die Völker und alle friedliebenden Kräfte der Welt akzeptieren keineswegs die NATO als
Weltgendarm. Sie lehnen alle Versuche ab, die NATO in das System der Vereinten Nationen
einzubeziehen. Sie fordern die Auflösung dieser aggressiven, militärischen Kriegsmaschine.
Sogar der falsche Vorwand der Existenz des Warschauer Paktes besteht heute nicht mehr.

Der Weltfriedensrat und seine Mitglieds- und befreundeten Organisationen werden in Dutzenden
Ländern verschiedenste nationale und internationale Initiativen gegen die NATO und
ihre neue strategische Konzeption, die auf dem nächsten Gipfel in Portugal beschlossen werden
soll, organisieren. Wir werden gemeinsam mit dem Portugiesischen Rat für Frieden und Zusammenarbeit (CPPC) Veranstaltungen, Konferenzen und zentrale Massenmeetings sowohl vor, als auch während der Tage des Gipfels (November 2010) in Lissabon organisieren.

Unter der Losung: NATO-Feind der Völker und des Friedens- löst sie auf! wendet sich der
Weltfriedensrat an alle Organisationen in den NATO-Mitgliedsstaaten und in aller Welt für
die Unterstützung dieses Appells unter Betonung folgender Aspekte:

· Die NATO ist seit ihrer Gründung 1949 eine aggressive und reaktionäre Kraft. Der
  Warschauer Vertrag wurde später gegründet und früher aufgelöst.

· An der NATO klebt seit 60 Jahren das Blut vieler Völker, sie kann niemals eine „Frieden
  schaffende Kraft“ im Rahmen der UNO sein.

· Ungeachtet der beherrschenden Rolle der USA werden die Aggressionen gemeinsam
  mit anderen imperialistischen Kräften verübt, was den Charakter der NATO nicht verändert.

· Die NATO ist direkt mit der EU verbunden und umgekehrt, da ein Großteil der EUMitgliedsstatten
  gleichfalls der NATO angehört und der „Lissabonner Vertrag“ entsprechende militärische Klauseln 
  und Verpflichtungen enthält.

· Alle Regierungen der NATO-Mitgliedsländer tragen die Verantwortung für ihre Handlungen, sie
  unterstützen die imperialistischen Pläne.

· Der NATO Krieg gegen Jugoslawien 1999 war ein entscheidender Schritt auf dem
  Weg zu dem neuen Dogma während des Gipfels im Washington 1999. Damals zeigte
  sich deutlich, dass die EU niemals ein „demokratisches Gegengewicht“ zu den USA war.
· Die NATO handelt als ein Weltgendarm mit Kollaborateuren auf allen Kontinenten in
  Verfolgung des Planes eines „ Größeren Mittleren Ostens“ und einer aktiven Einmischung
  in Osteuropa, dem Kaukasus und anderswo.

Wir solidarisieren uns voll und ganz mit der portugiesischen Kampagne „Ja zum Frieden,
Nein zu NATO!“, die Dutzende Bewegungen und gesellschaftliche Organisationen umfasst.
Wir rufen alle friedliebenden Organisationen auf, unsere Stimmen und Kräfte unter diesem
Appell zu vereinen und uns im November 2010 in Lissabon zu treffen.

Weltfriedensrat /WPC)
Portugiesischer Rat für Frieden und Zusammenarbeit ( CPPC)


Übersetzung aus dem Englischen
Wichtig!
Unterschriften-
kampagne gegen Afghanistan
Krieg

Den Krieg in Afghanistan beenden
– zivil helfen!
 >> Aufruf hier downloaden <<
Europäisches Friedensforum (epf)           Themen