„Kampf um Rohstoffe, Wasser, Energie – Die Ausplünderung der Welt stoppen!« statt.
Rund 300 Friedensaktivisten aus allen Teilen der Bundesrepublik versammelten sich in der Uni Kassel, um die aktuellen Aufgaben im Kampf um die Beendigung des Krieges in Afghanistan und für die Sicherung des Friedens zu beraten.
Der Bundesausschuss Friedensratschlag hatte auch für dieses Jahr ein anspruchvolles Programm vorbereitet: in vier Plenarveranstaltungen, 27 Foren und Workshops mit mehr als 30 Referenten aus Politik und Friedensforschung wurde eine breite Palette von Themen diskutiert, wurden Erfahrungen ausgetauscht und neue Aufgaben für die Friedensbewegung beraten.
Dabei ging es um Alternativen zur Militarisierung der EU, um Aktionen gegen die NATO, die mit ihrem kürzlichen Gipfeltreffen in Lissabon und einer neuen Strategie ihr Ziel verfolgt, weltweit bei der Sicherung von Energie- und Rohstoffreserven, von Handelswegen im Interesse der Monopole zu agieren. Bestrebungen die UNO zu marginalisieren und das internationale Recht auszuhebeln, wurden genauso abgelehnt, wie die Aktivitäten der Bundeswehr im öffentlichen Raum, insbesondere an Schulen und die Vorhaben, diese Armee in eine Interventionsarmee zu reformieren.
Es ging darum, auf vielfältige Art und Weise die Bevölkerung, insbesondere die Jugend gegen die globalen Kriege, die um die letzten Reserven dieser Welt ausgefochten werden sollen, zu mobilisieren.
Dabei stand die entschiedene Forderung, den Krieg in Afghanistan unverzüglich zu beenden und die die Bundeswehr abzuziehen, aktuell im Mittelpunkt. Mit der aktiven Weiterführung der von der Friedensbewegung initiierten Unterschriftensammlung und der Vorbereitung eines Tribunals über diesen Krieg im Jahre 2011, in dem dieser Krieg bereits 10 Jahre andauert, soll den Forderungen Nachdruck verliehen werden.
Wie in jedem Jahr gestaltete sich dieser 17. Friedensratschlag wiederum zu einer Veranstaltung der friedenspolitischen Aufklärung und der Mobilisierung gegen die Gefahren neuer Kriege.
Die GBM und ihr Arbeitskreis Frieden sind aktiv im Bundesausschuss Friedensratschlag vertreten. Zwei Mitglieder des Arbeitskreises haben am 17. Friedenratschlag teilgenommen und dabei viele neue Anregungen für die Arbeit sowohl unserer Gesellschaft als auch des Europäischen Friedenforums erhalten.
Der Bundesausschuss hat Schwerpunkte für die Friedensarbeit im Jahr 2011 verabschiedet, die auch von uns unterstützt werden.
Der Arbeitskreis wird wichtige Dokumente des 17. Friedensratschlages auf der Homepage der GBM veröffentlichen.